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Digitalisisierung: Fluch oder Segen?

Digitalisisierung: Fluch oder Segen?

Digitalisisierung: Fluch oder Segen?

Die Digitalisierung bietet Menschen enorme Vorteile. Es ist möglich, Dinge digital zu erledigen in Anzahl und Aufwand für sich selbst, Unternehmen oder Staat, die vor einem Quartal noch nicht denkbar gewesen waren. Noch weniger vor einem Jahr, viel weniger vor 15 Jahren und so weiter. Die exponentielle Komponente liegt in der Natur des Fortschritts und hier liegt ein Pro sowie ein Kontra. Einerseits haben wir als Gesellschaft und Spezies die Möglichkeit selber in der Hand, Dinge per Automatismen mithilfe künstlicher Intelligenz abwickeln zu lassen und uns das Leben insgesamt zu erleichtern. Doch gleichzeitig bringt es den Menschen in immer schnellerer Zeit einerseits in Abhängigkeiten, Gewohnheiten und so in die Situation, sich immer schneller an neue Situationen anpassen zu müssen. Vertrauen in die sich strukturell verändernde Lebenswelt per Bedingung zu haben, ist deshalb nicht immer leicht. Hier liegt die zentrale Herausforderung für uns. Denn Vertrauen in eine Digitalisierung zu gewinnen, die gleichzeitig dazu führt, dass eine Unmenge zentral wie dezentral gespeicherter vielfältiger Daten, die von charakterlichen über soziodemografische, monetäre und sensibelste Daten den Menschen gläsern und transparent machen, ist ein Fakt, der damit einhergeht. Es lässt sich auf Grundlage dessen vieles kreieren und steuern – quasi auf dem Reißbrett – was konträr zu dem nötigen Vertrauen in die Digitalisierung für Milieus angesehen werden kann, wenn es nicht gleichzeitig gelingt, dass die Menschen gleichermaßen von der Digitalisierung profitieren. Ein BGE-Modell halte ich auf Grundlage dessen nicht nur für nötig, sondern auch essenziell wichtig, damit Reibungen und Konflikte in der Breite vermieden werden für uns und zukünftige Generationen.

Die Aufstände von verschiedenen Leugnern der Pandemie, manche Gruppen politisch kritisch zu beurteilen, manche finanziell abgehängt oder sogar in Existenznot geraten bedingt durch die Pandemie, spiegelt dies wider. Gleichzeitig entstehen durch die zunehmende Beschleunigung der Digitalisierung für zunehmend viele Menschen, so zeigt es der momentane Forschungsstand, gesundheitsbedingte Ausfallzeiten durch Burnout, Depressionen, Ängste durch Datenmissbrauch, etc. Die Kompensation dessen und die weitere Gewährleistung der Gesellschaft muss aber den Menschen hin zu einem gesunden wie zufriedenen Menschen gleichermaßen bewegen. Damit die Schere zwischen den Menschen und den Milieus nicht zu- sondern abnimmt, benötigt es vor allem Sicherheit. Auch zur generellen Konfliktbewältigung lässt sich ein BGE-Modell heranziehen.

Covid-19 bedingt wird das Thema Homeoffice nicht mehr wegzudenken sein. Es wird zunehmend nötig sein für Unternehmen, Großkonzerne, wie mittelständige und Kleinstunternehmen, dieses auch nach Bewältigung der Pandemie weiterhin den Angestellten zugänglich zu machen. Der Ausbau in die breite Infrastruktur muss deswegen vom Staat vorangetrieben werden und eine Lösung nach skandinavischem Modell täte hier wahrscheinlich gut.