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Ein sozialdemokratischer Jahresrückblick

Ein sozialdemokratischer Jahresrückblick

Ein sozialdemokratischer Jahresrückblick

Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität. Dies sind seit mehr als 150 Jahren die Grundwerte der SPD. Generationen von engagierten Genoss:Innen haben diese Werte gelebt und verteidigt. Sei es Otto Wels, Elisabeth Selbert oder Helmut Schmidt. Doch heute braucht es keine Vorreiter:Innen und Visionäre, heute braucht es uns alle, die diese Werte mit Stolz verteidigen und leben. Die anhaltende SARS-COV-2-Pandemie ist nämlich nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern vor allem auch eine soziale Krise. Unsere gewohnten Freiheiten sind zum Erliegen kommen. Rechtes Gedankengut versucht, unsere Demokratie zu zersetzen und vergleicht die Einschnitte mit den Anfängen des Nationalsozialismus. Doch ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes kein Maulkorb, sondern gelebte Solidarität. Es ist die Rücksichtnahme, die wir momentan brauchen, um dann bald wieder unsere Freizügigkeit zu genießen. 2020 wird ein Wendepunkt in unserer Geschichte sein, denn ein „weiter so“ kann und wird es nicht geben. Es ist eine Krise, die unsere schon seit langem obszön gewordene Gier nach dem „Mehr“ ins Absurde geführt hat. Unser oberstes Ziel muss es sein, eine wirklich gerechte Gesellschaft zu formen, die ihre Lebensgrundlage respektiert und schützt.

Doch hatte 2020 insbesondere für Schnelsen auch seine guten Seiten. Am 23. Februar wählten Niendorfer, Lokstedt und Schnelsener unsere Genossin Sabine Jansen mit mehr als 21.000 Stimmen direkt in die Hamburgische Bürgerschaft. Es ist viele Jahre her, dass unser Schnelsen eine direkte Stimme im Parlament hatte. Dies ist ein seit vielen Jahren fokussierter Wunsch der SPD Schnelsen gewesen und der Lohn für jahrelange gute sozialdemokratische Arbeit. Hierbei war Matthias Ederhof, unser damaliger Distriktvorsitzender, eine treibende Kraft, welcher im März nicht wieder zum Vorsitz kandidierte. In Freundschaft schlug Matthias mich als Nachfolger vor. Diesen Vorschlag nahm die Versammlung mit einer für mich überwältigender Mehrheit an. Seitdem habe ich mit meinem Vorstand die ehrenvolle Aufgabe, die SPD Schnelsen zu führen. Umso mehr freut es mich, dass die SPD Schnelsen als einer der ersten Distrikte sein Angebot in der Pandemie auf ein digitales, konstantes Angebot umstellen konnte. In zahlreichen spannenden und intensiven Klönschnacks diskutierten wir beispielsweise über die Zustände in der Fleischindustrie mit Rainer Spiering, dem Sprecher für Ernährung und Landwirtschaft der SPD Bundestagsfraktion, oder über die Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Hamburg mit Dr. Wilde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Auch im Stadtteil geht es voran. Endlich wurde eine Fläche für unsere neue Stadtteil-Campus-Schule gefunden. Themen wie Schnelsen 95, Beteiligung zum Verfahren zur Frohmestraße, die Feuerwehrwache und RISE wurden weiter fokussiert.

Wie geht es nun aber weiter? Die Pandemie wird unser Leben auch 2021 weiter begleiten. Dies stellt uns als Partei vor besondere Herausforderungen und Chancen. Im Superwahljahr 2021 stehen sechs Landtagswahlen und die Bundestagswahl an. Wahlkampf muss in vielen Bereichen neu gedacht werden. Digitale Angebote und Werbung werden und müssen massiv ausgebaut werden, doch dürfen wir nicht den Fehler machen zu glauben, dass das ausreicht. Insbesondere in den älteren Generationen erreichen wir eben niemanden über gut inszenierte Facebook-Werbung. Auch unabhängig vom Alter der Person ist der effektivste Weg, um jemanden für die SPD zu begeistern, ein direkter Dialog. Wir als SPD Schnelsen werden wie gewohnt alles geben, um unseren Kandidaten Niels Annen wieder nach Berlin zu schicken und haben die Hoffnung, dass Niels dann unter Olaf Scholz unser schönes Eimsbüttel vertreten darf.