• info@spdschnelsen.de

Mehr Mut, liebe SPD!

Mehr Mut, liebe SPD!

Mehr Mut, liebe SPD!

Der neue Koalitionsvertrag steht. Das Vorhaben, weiter massiv in Hamburg zu investieren, trotz der zu erwarten­den Mindereinnahmen durch Steu­ermittel, ist der richtige Weg. Die im Koalitionsvertrag festgehaltenen Pro­jekte nehmen alle gesellschaftlichen Schichten mit. Aus meiner Sicht ein gelungener Vertrag trotz stärkerer Grü­nen.

Nur eine Sache hinterlässt bei mir ei­nen faden Beigeschmack: Die fehlen­de Bereitschaft, einen SPD- Senat zu bilden, der paritätisch ist. Ohne Frage wäre eine Auswechslung von Carsten Brosda ein Fehler gewesen. Er ist ver­mutlich der beste Kultursenator, den unsere Stadt je hatte. Da er jedoch nicht der einzige Mann neben Peter Tschent­scher im Senat ist, ist es mir unbegreif­lich, warum hier die Devise gilt : „Alles bleibt, wie es ist“. Anders als Carsten sind andere Senatoren nicht unumstrit­ten. Haben wir nach meinem Emp­finden auch mindestens gleichwertig kompetente Frauen in unserer Partei. Angefangen mit dem Erkämpfen des Frauenwahlrechts setzt sich die SPD seit jeher für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein. Seit Jah­ren fordern wir mit Nachdruck, dass mehr Frauen in wichtigen Funktionen vertreten sein sollten – doch selbst set­zen wir es nicht um. Da stelle ich mir die Frage, wäre beispielsweise Jana Schiedek, die unter dem Senat Scholz I eine hervorragende Justizsenatorin war, wirklich eine schlechtere Innen­senatorin? Es wäre ein starkes Zeichen gewesen, einen solch wichtigen Posten an eine Frau zu geben. Wir hätten den Bürger*Innen damit gezeigt, dass wir unsere Politik selbst ernstnehmen und auch umsetzen.

Dies soll nun kein Aufruf sein, dass Peter Tschentscher nachbessern sollte und nun doch noch eine Frau benen­nen sollte. Sie wäre auf Lebenszeit ein­fach nur die Quotenfrau. Auch möchte ich den alten/neuen Senatoren ihren großartigen Einsatz gerade in dieser schwierigen Zeit nicht in Abrede stel­len. Es ist ein Wunsch für die Zukunft. Denn bei solch fehlendem Mut dürfen wir uns nicht wundern, wenn Frauen kein Interesse an unserer Partei bzw. Politik haben.