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Stellungnahme zu den Bauvorhaben im Industriegebiet Flagentwiet

Stellungnahme zu den Bauvorhaben im Industriegebiet Flagentwiet

Stellungnahme zu den Bauvorhaben im Industriegebiet Flagentwiet

Mit großer Sorge nehmen wir die geplanten Projekte im Industriegebiet Flagentwiet zur Kenntnis. Über die Berichtserstattung des Niendorfer Wochenblattes musste die Schnelsener Bevölkerung über die Pläne der Stadtreinigung und der DHL erfahren. Diese zwei möglichen Projekte werden einen starken Einfluss auf die weitere Entwicklung in Schnelsen haben. Bereits heute ist Schnelsen an seiner Verkehrs-Belastungsgrenze. Sowohl ein möglicher Recyclinghof, als auch ein Verteilzentrum der DHL können zu einer starken Mehrbelastung der Holsteiner Chaussee führen. Durch den Ausbau der Autobahn mit Deckelung hoffte die Schnelsener Bevölkerung endlich auf Entlastung auf den Straßen und den draus resultierenden Umwelteinflüssen – Nun besteht eine große Sorge im Stadtteil, dass dieser Erfolg durch eine fehlerhafte Planung negiert wird.

Aus diesen Gründen fordern wir:

  1. Das Bezirksamt Eimsbüttel soll schnellstmöglich die Öffentlichkeit umfassend informieren
  2. Vor Erteilung der Baugenehmigungen soll das Bezirksamt eine zukunftsorientierte Bedarfsanalyse möglicher systemrelevanter Projekte im Stadtteil Schnelsen stattfinden lassen. Bereits jetzt sind Flächen für unverzichtbare Infrastruktur rar. So muss für die Feuerwehrwache im Naherholungsgebiet gebaut werden und für die neue weiterführende Campus Stadtteilschule müssen Grundstücke aufgekauft werden. Weitere Eingriffe in Grünanlagen durch stadtplanerische Fehler sind inakzeptabel und Flächen für z. B. Schulen müssen vorgehalten werden. Zwar handelt es sich nach heutigem Stand um ein Industriegebiet, doch kann dieses, wie auch das Naherholungsgebiet umgewidmet werden.
  3. Eine Beteiligung von Bürger:Innen und ansässigen Unternehmer:Innen – Denn nur mit einer Beteiligung der Öffentlichkeit können solche Projekte eine Akzeptanz im Stadtteil finden.
  4. Eine umfassende Prüfung der kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Verkehrssituationen unter folgenden Gesichtspunkten:
    1. Eine Prüfung der Schulwegsicherheit mit Blick auf den neuen Schulstandort. Hierbei sollen insbesondere die Erfahrungswerte aus der Drucksache 20-2627 „Sichere Schulwege – Eimsbüttel als Fahrradstadt auch für Kinder” herangezogen werden
    1. Die zu erwartende Entwicklung der Holsteiner Chaussee, durch die im September 2020 beschlossene Verordnung über die Begründung eines Vorkaufsrechts beiderseits Holsteiner Chaussee im Bereich der AKN-Haltestellen Burgwedel und Schnelsen sowie der geplanten S-Bahnhaltestelle Schnelsen-Süd
    1. Entwicklung des Pendlerverkehrs
  5. Mögliche Auswirkungen auf die umliegenden Wohngebiete durch Pendler- und Schwerlastverkehr, der die Holsteiner Chaussee umfährt, feststellen und durch Verkehrsgestalterische Maßnahmen zu verhindern.
  6. Den Beginn eines Dialoges mit Schleswig-Holstein zur Aufhebung der Tonnenbeschränkung der Pinneberger Straße
  7. Die Erstellung eines Verkehrsgutachten für das Gebiet, durch ein externes, dafür geeignetes Unternehmen.